Sie motiviert zum Mitsingen

Musik

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Mit viel Herzblut hat Suzie Badenhorst mit einem Kinderchor Lieder aufgenommen. Konzerte wird es keine geben das Projekt lebt aber auf einer CD weiter.

  • Die Initiantin des Projekts «En eierlegendi Wollmilchsau», Suzie Badenhorst. (Bild Stefan Kaiser)
    Die Initiantin des Projekts «En eierlegendi Wollmilchsau», Suzie Badenhorst. (Bild Stefan Kaiser)

Unterägeri – «Zauberland», «De Wägwiiser» oder «Silber, Gold & Perlä» heissen die selbst getexteten und komponierten Lieder der kürzlich erschienen CD «En eierlegendi Wollmilchsau». Sie ist das Ergebnis eines grossen Projekts der reformierten Kirche Ägeri. Die Fädenzieherin, Diakonin Suzie Badenhorst, hat mit viel Herzblut und Motivation Lieder, die seit 2005 für die Sommerlager der reformierten Kirche entstanden sind, vertont und ein Notenheft sowie eine Mitsing-CD geschaffen. Unterstützt wurde sie dabei von einem Netz aus Freunden und Bekannten, bestehend aus Daniel Betschart und Rafael Schwab, die die Lieder arrangierten, Stefan Born, der die Texte schrieb und Marc Iten. Er illustrierte sowohl die CD-Hülle wie auch das Notenheft.

16 Kinder aus dem Ägerital

Finanziell getragen wurde das Projekt von der reformierten Kirche Zug. Jedoch sei die Realisierung ohne das eigene Engagement der Musiker nicht möglich gewesen, betont Suzie Badenhorst. Gesungen haben die Lieder 16 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren aus dem Ägerital. Sie waren selber Teilnehmer des einen oder anderen Sommerlagers. Der Chor wurde aber speziell für die Aufnahmen zusammengestellt und hat sich mittlerweile bereits wieder aufgelöst. Auftritte und Konzerte sind also nicht geplant.

Was war das Ziel des Projekts? Suzie Badenhorst sagt, dass es aus einer Schnapsidee entstanden ist, mit dem finanziellen Zuspruch jedoch bald konkreter wurde. Während eines Jahres hat sie zusammen mit ihren Kollegen die vorhandenen Lieder arrangiert, geprobt, eingespielt und Verhandlungen mit Verlagshäusern sowie der Suisa (Schweizer Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik) geführt. Im Frühjahr 2013 war es so weit: Während dreier Nachmittage sangen die Kinder die Lieder in einem mobilen Studio in der Ägerihalle in Unterägeri ein.

Auch Lehrer können CD nutzen

Der Titel «En eierlegendi Wollmilchsau» soll zeigen, was die CD alles kann. Sie regt einerseits zum Mitsingen an, kann aber auch zur Unterhaltung angehört werden. Auch Lehrpersonen können sie nutzen. Zusammen mit dem Notenheft und der Mitsing-CD, auf der nur die Musik zu hören ist, kann sie so für den Unterricht verwendet werden. Obwohl die reformierte Kirche hinter dem Projekt steht, sind die Botschaften der Liedtexte nicht explizit religiös gewählt. Sie widerspiegeln aber doch christliche Werte wie die Nächstenliebe oder sprechen den Kindern Mut zu, sich der Mehrheit widersetzen zu können. Mit 500 CDs ist die Auflage vorerst klein. Das Notenheft wird nur auf Nachfrage gedruckt. Doch das kann sich schnell ändern, denn schon hat ein Verlag Interesse angemeldet. Das ganze Team freut sich über diese Entwicklung, hat aber nicht damit gerechnet. Es geht den Initianten vielmehr darum, die Lieder anderen Menschen zugänglich zu machen und nicht um einen finanziellen Erfolg. Für Suzie Badenhorst ist das Projekt mit der CD-Taufe deshalb vorerst abgeschlossen. «Doch wer weiss, was die Zukunft bringen wird», meint sie augenzwinkernd. (Carmen Desax)

Hinweis
Die CD-Taufe findet mit einer Andacht am Samstag, 15. November, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Ägeri statt. Der Anlass ist offen für alle, und beim anschliessenden Apéro kann die CD gekauft werden.