Kunterbunte Gewänder verzaubern

Brauchtum & Geschichte

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Die Baarer Kindergarten- und Primarschulkinder verzückten das zahlreich erschienene Umzugspublikum.

  • Räbevater Roman I. Müller sorgte mit Orangen für den Vitaminhaushalt. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)
    Räbevater Roman I. Müller sorgte mit Orangen für den Vitaminhaushalt. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)
  • Weise Eulen und kleine Schnecken verzauberten am Kinderumzug das Publikum. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)
    Weise Eulen und kleine Schnecken verzauberten am Kinderumzug das Publikum. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)
  • Weise Eulen und kleine Schnecken verzauberten am Kinderumzug das Publikum. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)
    Weise Eulen und kleine Schnecken verzauberten am Kinderumzug das Publikum. Bild: Maria Schmid (Baar, 3.3.25)

Baar – Für alle, die nach intensiven Fasnachtstagen noch nicht genug von kunterbuntem Kon­fetti und dröhnenden Guggen-Klängen hatten, stand am Fasnachtsmontag mit dem tra­ditionellen Kinderumzug ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Seit den 1950er-Jahren ist der von der Fasnachtsgesellschaft Baar mit den Schulen Baar organisierte Kinderumzug aus dem Baarer Fasnachtsprogramm nicht mehr wegzudenken und führt alljährlich bei den eifrigen jungen Teilnehmenden und den stolzen Eltern am Strassenrand zu unvergesslichen Au­genblicken.

Heuer fiel der Umzug in die Schulzeit, weshalb von den Kindergartenkindern bis hin zu den 6. Klässlern sämtliche Schülerinnen und Schüler der Baarer Schulen mitliefen und ihre ausgefallenen und farbenfrohen Sujets präsentierten. Insgesamt nahmen inklusive Lehrpersonen etwa 1850 Umzugsteilnehmende teil.

Tierwelt und Schoggi, Simpsons und Weltall

Die frühlingshaften Temperaturen und die Sonnenstrahlen trugen sicherlich auch zum gewaltigen Bevölkerungsaufmarsch am Montagnachmittag bei. Bei geselliger Stimmung unter den Anwesenden begann sich der Tross gegen 14.30 Uhr vom Rathaus bis zum Bahnhofplatz über die Marktgasse bis zum Gemeindesaal zu bewegen. Musikalisch begleitet durch die Guggenmusiken Crescendos im «Jägermeischter»-Holzfäller-Look und die Belcantos sowie begeisternde Jungtambouren entlockten die Umzugsteilnehmer mit ihren aufwendig gestalteten Gewändern dem Publikum einige Schmunzler.

Weise Eulen (der Teufel steckt im Detail), gruselige Spinnen oder gemütliche Schnecken – die Tierwelt war gut vertreten. Auch die Sternmatt I. kündigte bunte Welten an: Stolz schlenderten die Baarer Junioren als kecke M&M’s, bunte Paradiesvögel, mutige Astronauten oder die typisch gelben Simpsons durch die Strassen. Einen warmen Applaus gab es von der Ehrentribüne am Bahnhofplatz für den Räbevater Roman I. Müller, der das Publikum von seiner Kutsche aus fleissig mit Orangen und Süssigkeiten versorgte. Auch die Fröschezunft Ebel mit dem Zunftmeister Beat I. Röllin präsentierte sich heuer strahlend im Rahmen des Umzugs.

Melanie Böhringer von den Schulen Baar zeigte sich im Namen des fünfköpfigen OK-Teams hocherfreut über den gelungenen Anlass: «Nicht nur in meinen Augen wäre eine Baarer Fasnacht ohne den Kinderumzug keine richtige Fasnacht. Ich möchte mich bei jeglichen Beteiligten für ihren Einsatz bedanken. Die Zusammenarbeit mit allen Involvierten funktioniert seit vielen Jahren wunderbar.» Dieses Zusammenspiel lasse den Kinderumzug auch für die nächsten Jahre zu einem phänomenalen Highlight werden, so Böhringer abschliessend. (Text: Nils Rogenmoser)